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Interessengemeinschaft Versicherter im Transport- und Verkehrswesen

STUNDUNG DER SOZIALVERSICHERUNGSBEITRÄGE IN CORONA-KRISE MÖGLICH

Unternehmen und Selbstständige, die in finanzielle Schwierigkeiten geraten und bereits alle Corona-Hilfen des Bundes in Anspruch genommen haben, können bei ihren Krankenkassen einen Zahlungsaufschub beantragen.

Berlin. Unternehmen und Selbstständige, die wegen der Corona-Krise in erheblichen finanziellen Schwierigkeiten sind, können bei ihrer Krankenkasse aktuell eine vorübergehende Stundung der Sozialversicherungsbeiträge beantragen. Wie vergangenen Woche der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) mittteilte, können betroffene Arbeitgeber die Abgaben für Arbeitnehmer unter bestimmten Bedingungen im März und April aussetzen und müssen weder Säumniszuschläge noch Mahngebühren fürchten. Zuvor müssen sie glaubhafte Nachweise vorlegen.

Der Zahlungsaufschub für bereits fällig gewordene und noch fällig werdende Abgaben soll die Corona-Finanzhilfen der Bundesregierung ergänzen. Eine Stundung der Sozialversicherungsbeiträge zu den erleichterten Bedingungen ist laut dem GKV grundsätzlich nur dann möglich, wenn alle anderen Maßnahmen aus den verschiedenen Hilfspaketen und Unterstützungsmaßnahmen der Bundesregierung ausgeschöpft seien – zum Beispiel das vereinfachte Kurzarbeitergeld, staatliche Direktzuschüsse oder KfW-Kredite.

Ziel ist es, die Beschäftigten in den Betrieben zu halten und Firmen von einer möglichen Insolvenz zu bewahren. (ag)

ALDI HOLT PASTA AUS ITALIEN MIT SONDERZÜGEN NACH DEUTSCHLAND

Pasta04.04.2020

Weil Transporte nach Italien aktuell rückläufig sind, fehlen dort Lkw und Züge für den Weg zurück. DB Schenker hat deshalb mehr als 200 Tonnen der Teigwaren mit einem Pasta-Express transportiert.

Essen/Mülheim. Nudel-Nachschub per Bahn statt Lastwagen: Damit es auch künftig genug Pasta im Regal gibt, holt Aldi zusammen mit DB Schenker die Ware nun per Sonderzug aus Italien nach Deutschland. „Mehrere Sonderzüge haben bereits in einer ersten Lieferung über 60.000 Pakete Fusilli, mehr als 75.000 Pakete Penne und weit über eine Viertelmillion Pakete Spaghetti aus Italien nach Nürnberg gebracht“, heißt es in einer Mitteilung des Discounters vom Donnerstag. Insgesamt habe die Bahn-Logistiktochter DB Schenker mehr als 200 Tonnen Pasta in rund 300 Paletten geliefert. Von Nürnberg aus lieferten Lkw die Pakete an Filialen in Süddeutschland aus.

Haltbare Lebensmittel wie Nudeln sind nach Aldi-Angaben in der Coronavirus-Krise stark gefragt. Gleichzeitig sei es schwieriger geworden, die Waren nach Deutschland zu transportieren. „Weil Transporte nach Italien aktuell rückläufig sind, fehlen dort Lkw und Züge für den Weg zurück.“ Mit der nun geschaffenen Alternative sei man nicht mehr nur von einem Spediteur abhängig und könne flexibel auf Engpässe reagieren. Eine weitere Lieferung mit mehr als 250 Paletten ist laut Mitteilung bereits auf dem Weg. Momentan liefen Gespräche zwischen Aldi und Schenker, ob es solche Sonderzüge in Zukunft regelmäßig geben werde, sagte ein Sprecher des Logistikunternehmens. (dpa/ag)

 

Coronavirus: Tipps für Unternehmen der Verkehrswirtschaft und ihre Beschäftigten

18.03.2020

Zahlreiche Mitgliedsunternehmen der BG Verkehr und ihre Beschäftigten befinden sich in der Coronakrise in einer Sondersituation. Teilweise muss das Fahrpersonal auch in Risikogebiete fahren, um die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Die Arbeitsmediziner der BG geben Ratschläge, wie sich die damit zusammenhängenden Risiken reduzieren lassen.

Neue Drohnenverordnung