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Interessengemeinschaft Versicherter im Transport- und Verkehrswesen

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Arbeitssichereit und Gesundheit

Gewählte Mitglieder der IVTV arbeiten im Präventionsausschuss der BGV stellen Informationen und Wissen zur Verfügung, und regen Untersuchungen  an.

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Unsere Themen

Luftfahrt

Das Frachtaufkommen am Flughafen München ist 2020 deutlich zurückgegangen

©Werner Hennies/Flughafen München

FRACHTAUFKOMMEN AN BAYERISCHEN FLUGHÄFEN 2020 GESUNKEN

Die Zahl der Flugbewegungen auf den drei großen bayerischen Flughäfen ging 2020 zurück, auch das Fracht- und Postaufkommen war im Corona-Jahr rückläufig.

Fürth. Das Fracht- und Postaufkommen an den bayerischen Flughäfen ist im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Noch dramatischer war allerdings der Rückgang bei den Fluggastzahlen. So war in den Terminals so wenig los wie zuletzt vor 30 Jahren, da die bayerischen Verkehrsflughäfen im Corona-Jahr 2020 nur noch ein Viertel der Fluggäste des Vorjahres abgefertigt haben, wie das Statistische Landesamt in Fürth am Freitag, 19. Februar, mitteilte. Die Zahl der Fluggäste sank im vergangenen Jahr um 76,4 Prozent.

Im Jahr 2020 starteten und landeten auf den drei großen bayerischen Verkehrsflughäfen München, Nürnberg und Memmingen rund 163.000 Maschinen – Privatflüge nicht mitgerechnet. Das waren 65 Prozent weniger als im Vorjahr, der Rückgang war damit etwas geringer als bei den Passagierzahlen.

Auf den Flughafen München ging bei 140.200 Starts und Landungen (minus 66 Prozent) das Fracht- und Postaufkommen um 56 Prozent auf 158.000 Tonnen zurück. Der Flughafen Nürnberg meldete insgesamt 14.500 Flugbewegungen und damit 66 Prozent weniger als 2019. Das Fracht- und Postaufkommen sank um sieben Prozent auf knapp 6700 Tonnen. Bayerns jüngster Verkehrsflughafen Memmingen meldete knapp 8200 Starts und Landungen und damit 42 Prozent weniger als im Jahr 2019. (tb)

Seeschifffahrt

Binnenschiff, Hafen Duisburg

Rund ein Drittel der Binnenhäfen plant eine Erweiterung ihres Hafenareals

©Oliver Brandt/ImageBroker/picture-alliance

BINNENHÄFEN STOSSEN AN KAPAZITÄTSGRENZEN

Viele Binnenhäfen kommen an ihre Kapazitätsgrenzen. Wenn mehr Güter über Wasserwege transportiert werden sollen, ist daher ein Ausbau der Infrastruktur nötig.

Köln. Die Politik will mehr Güterverkehr auf die Wasserstraßen verlagern. Doch viele Binnenhäfen stoßen bereits jetzt an ihre Kapazitätsgrenzen, wie eine am Freitag, 19. Februar, veröffentlichte Umfrage des Bundesamts für Güterverkehr unter 69 öffentlichen Binnenhäfen in Deutschland ergeben hat. Danach haben drei Viertel der Häfen zumindest in Teilen ihrer Infrastruktur eine volle Auslastung erreicht. Lediglich rund 25 Prozent der befragten Häfen verfügten in allen Bereichen noch über Kapazitätsreserven. Allerdings sei noch kein Hafen in allen Bereichen an seine Auslastungsgrenze gestoßen.

Rund ein Drittel der befragten Binnenhäfen plane eine Erweiterung ihres Hafenareals. Vor allem Flächen und Anlagen für den Containerumschlag sowie die Verkehrsinfrastruktur sollten ausgebaut werden. Das Verladen von Containern nimmt in den Häfen seit Jahren zu. So ist im größten deutschen Binnenhafen Duisburg im vergangenen Jahr trotz Corona der Containerumschlag um fünf Prozent gewachsen.

Ein Problem für die Häfen ist laut Befragung die Einhaltung von Umweltvorgaben. Etwa jeder zweite Hafen habe nach eigenen Angaben aktuell damit Schwierigkeiten. Auch bei der Versorgung der in den Häfen liegenden Schiffen mit Landstrom hapert es. Das Angebot sei lückenhaft, in vielen Häfen sogar nicht existent. Mit einem Landstrom-Anschluss soll verhindert werden, dass die Dieselmotoren der Schiffe auch während der Liegezeiten laufen und Schadstoffe ausstoßen. In knapp der Hälfte der Häfen gebe es an den Liegeplätzen aber keinen Anschluss. (dpa)

Straßenverkehr

Lkw-Parkplätze, Rastanlage

Einen freien Lkw-Stellplatz in Schleswig-Holstein zu finden ist nicht leicht, derzeit fehlen rund 370 Lkw-Parkplätze (Symbolbild)

©Klaus-Dietmar Gabbert/dpa/picture-alliance

AN AUTOBAHNEN IM NORDEN FEHLEN FAST 400 LKW-STELLPLÄTZE

Endlich schlafen! Fernfahrer nutzen dafür auf ihren Touren die Stellplätze an Autobahnen. Doch davon gibt es auch im Norden nicht genug – mehrere hundert für Lastwagen fehlen. Der Bund will die Lücke bis 2030 schließen.

Kiel. An den Autobahnen in Schleswig-Holstein fehlen etwa 370 Stellplätze für Lastwagen. Wie das Verkehrsministerium in Kiel auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, sind aktuell und mittelfristig 450 weitere Parkstände geplant. Damit könnte das für 2030 erwartete Defizit von 400 Plätzen bis dahin ausgeglichen werden. Das zwischen dem Land und dem Bundesverkehrsministerium abgestimmte Konzept dafür sei Ende 2020 an die Autobahn GmbH des Bundes übergeben worden. Diese ist nun für die Umsetzung zuständig. Engpässe gibt es besonders auf der A 1 (Hamburg-Heiligenhafen) und der A 24 (Hamburg Richtung Berlin).

Der Stellplatzmangel ist bundesweit ein Problem: Von 2008 bis 2018 war die Zahl zwar um 31 Prozent von 53.900 auf 70.800 gestiegen. Aber der Lastwagenverkehr wuchs noch stärker. 2018 wurden 94.100 täglich nachts an den Autobahnen parkende Lkw gezählt, 38 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor. Wenn Lkw notgedrungen auf Ein- und Abfahrten von Parkplätzen auf Standstreifen stehen, kann das gefährlich werden.

Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) hatte im vorigen Jahr beim Unternehmensverband Logistik angeregt, eine zentrale Internetplattform oder eine App zu schalten, um zusätzlich zu den Autobahn-Stellplätzen aktuell nicht beanspruchten Platz auf Betriebshöfen zum Beispiel von Speditionen als Parkmöglichkeit anbieten zu können. Der Verband wollte laut Ministerium dazu seine Mitgliedsunternehmen befragen. Ein Ergebnis sei noch nicht bekannt.

Im Auftrag des Landes hat die Bundesplanungsgesellschaft Deges ein Lkw-Parkleitsystem auf der A 7 zwischen Bordesholm und Landesgrenze Hamburg geplant. Es soll die Parkbelegung auf den Rastanlagen erfassen und freie Kapazitäten an einen „Mobilitätsdaten-Marktplatz“ melden. Fahrer können dann zum Beispiel über eine App die Informationen abrufen und gezielt eine Rastanlage mit freien Plätzen anfahren. Zurzeit werde die Ausschreibung für jeweils fünf Rastanlagen je Fahrtrichtung vorbereitet, hieß es. (dpa/ja)